Kurz nochmal: Rügen

Am einen Tag den Strand in der einen Richtung entlang gelaufen, bis ich keine Lust mehr hatte und am nächsten Tag in die andere Richtung. Ein simples Tagesprogramm zu dem unentspannten Vorweihnachtsgetue in der Stadt von dem ich etwas die Nase voll hatte. Essen, ein bißchen Zeichnen, ein bißchen Projektplanung. Fast schon produktiv. Auf jeden Fall erholungs-produktiv.

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Der Hafen von Lauterbach

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Nach einer längeren Autofahrt bin ich immer etwas bedröselt von der Raserei dem Musikhören und es dauert etwas, bis mein Kommunikationsmodus voll hochfährt. Das führte zu dieser interessanten Begegnung beim Checkin:
M: Hallo, ich habe ein Zimmer reserviert… soundso
Rezeption: Ahjasoundso… Zimmerkarte, dies das, sie wollen bestimmt unser WLAN nutzen!?
M: öhhhhm…. (will eigentlich nicht)
Rezeption: ich schreib es Ihnen einfach mit auf
M: ahja _toll_, Danke!
Rezeption: bla bla, und Sie wollen bestimmt die Tiefgarage nutzen.
M: Nein, brauche ich nicht. (10 Euro/Tag, wuha)
Rezeption: WIESO? (inquisitorischer Tonfall)
(Durchgehende Parkraumbewirtschaftung, man darf eigentlich nirgends parken. Da ich die 10 Euro für die Tiefgarage lieber in Restaurants in Naturalien tausche, hatte ich vorab bei einem anderen Appartmenthaus mit Ferienwohnungen und dazugehörigen Parkplätzen gefragt, ob ich dort parken darf. Ich hätte dafür bezahlt, aber man erlaubte es mir halt „so“.)
M: Man hat mir genehmigt dort drüben (Grundstück andere Strassenseite) zu parken.
Rezeption: WER?
M: ____ .
Rezeption: WIR ABER NICHT!?
M: Nö.
Rezeption: Na, dann parken Sie natürlich dort!
M: (Nehme Schlüsselkarte, Prospekt und Kurkarte) Danke, tschüß. (Gehe)

Das Kommunikationsmuster der stilschweigenden Voraussetzungen. Statt zu fragen und auf die Antwort zu warten, wird mir die Antwort vorgegeben und gnädigenfalls ein Einspruch darauf angenommen. „Sie wollen bestimmt das WLAN nutzen.“ (Ich nutze nie WLAN. Bräuchte ich Internetzugang hätte ich ein Netzwerkkabel mitgenommen.) „Sie wollen bestimmt die Tiefgarage nutzen.“ (BAAA, ist mir zu teuer!) „Bei Ihnen war alles gut!?“ …
Oder auch lustig… beim Frühstück: „Verraten Sie mir nochmal Ihre Zimmernummer?“ … (NEIN, die ist GEHEIM!!!!) „208.“ 😉

Erstaunlich wie uneffektiv und unklar Menschen teilweise miteinander kommunizieren. Und das Face2Face, noch ganz ohne verschlimmernde Technik.

Ich war in dem Hotel schon mal. Beim 2. Mal bemerke ich wie unsystematisiert der Prozess ist. Ich war schon mal da. Weiss die Dame an der Rezeption das? Nee. Darauf lege ich keinen Wert, aber das Hotel könnte damit punkten. Kein Schocki auf dem Kopfkissen. Kann ich verkraften, fällt mir erst später auf und bin dann enttäuscht. Hat das Zimmermädchen es vergessen? Ich denke es sind oft die Kleinigkeiten die ein Geschäft erfolgreich machen/bleiben lassen oder nicht. Das in einem 4-Sterne-Hotel keine offensichtlichen, gravierenden Mängel, wie riesige Blutlachen im Teppich oder Schuhabdrücke an den Tapeten sind, ist in dem Fall meine stilschweigende Vorraussetzung. Die Erwartung gemäss dem Hotelstandard. Was bleibt ist das, was nicht bewusst auffällt oder erst wenn es fehlt.

Auf der Feedbackkarte stand beim letzten Punkt… „Haben Sie Anmerkungen/Lob/Kritik…. für uns?“.
Das Krasse ist… das Hotel wird für die Sachen die es richtig und wirklich gut macht, vielleicht nie gelobt. Big Deal. Aber wenn es sich verbessern oder auch nur die Qualität halten will, dann muss es offen und direkt nach Fehlern und Problemen fragen und nicht vordergründig um Anerkennung buhlen.

Was ich in dem Hotel z.b. u.a. sehr mochte: Wasserkocher und ein Vorrat an Päckchen Tee, Kaffee, Zucker, Kaffeesahne auf den Zimmern. Kostenlos. Gerade im Winter sehr angenehm.

Ich werde bestimmt wieder dort übernachten. Für den Checkin merke ich mir also schonmal vor:
„Guten Tag,… (bla bla), WLAN will ich nicht, Auto stell ich woanders hin, haben Sie an das Kissen-Schocki gedacht? Danke,…“ 😉

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3 Gedanken zu „Kurz nochmal: Rügen

  1. Gerade die Tatsache, dass man schon einmal Gast war, sollte in Zeiten der EDV doch gleich auf dem Monitor angezeigt werden Bei uns in der Praxis erscheint immer mitten auf dem EDV-Krankenblatt eine Geburtstagsanzeige der Patienten. Diese sind immer sehr erfreut, wenn ihnen von uns gratuliert wird. Das ist nur eine Kleinigkeit, fördert aber die Bindung zur Praxis (oder zum Hotel oder was immer auch sonst). Ich wünsche Dir schöne Tage dort oben! Ach, ja, auf dem dritten Bild, sind das alles Muscheln?
    Liebe Grüße,
    Elvira

    • > Ich wünsche Dir schöne Tage dort oben!

      Danke sehr. Bin aber schon wieder zurück.

      > Ach, ja, auf dem dritten Bild, sind das alles Muscheln?

      Kleine Muscheln, so ca. 1cm und viele Bruchstücke.

  2. Pingback: 2014 – Rückblick in Bildern | Resident on Planet Earth

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