Wieviel kostet eigentlich… ARTE?

Die kleine Oase der Kultur- und Bildung in dem gigantischen 7,5 Milliarden Euro öffentlich-rechtlichen Rundfunk-Apparat kostet gerade mal 130 Millionen Euro pro Jahr, wovon ca. 60 Millionen Euro auf ARTE Deutschland entfallen. Peanuts.
(Quelle: Arte.tv)

60 zu 7500 oder 1 zu 125, das ist das Verhältnis in dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland von seinem gesetzlichen Auftrag abweicht. Für das Geld, dass der Beitragsservice jedes Jahr von den Haushalten erpresst kassiert, könnte es also eigentlich 125 ARTE-ähnliche Sender geben.

Aber, aber, aber… wo bleibt denn die ganze Kohle?
In Berlin/Brandenburg entfallen z.b. 8,64 Euro der 17,50 Euro mtl. Rundfunkgebühr auf den RBB, davon 2,58 Euro (14,7%) nur für die Radiosender. (Quelle: RBB)

Das Basis-Abo von Netflix kostet zum Vergleich 7,99 Euro pro Monat. Netflix oder Radio-Berlin-Brandenburg? Verdammt. Nackte Zahlen können so peinlich sein. Netflix ist also nicht nur günstiger als der RBB sondern BEgünstigt ganz nebenbei auch noch seine Aktionäre. Ditt iss Kapitalismus, weeßte? Und bei so’n Quatsch wie Entertainment funktioniert der sogar halbwegs.

Ich habe mir gerade ein neues Geschäftsmodell überlegt. Ich stelle mich auf den Alexanderplatz und verschenke dort Wurstsemmeln! Dafür muss aber jeder der in 100m Umkreis an mir vorbeigeht auch 2,50 Euro bezahlen. Wie kein Appetit auf Wurstsemmeln? Mir doch egal. Das ist der Wurstsemmel-Beitrag, den muss jeder bezahlen, auch Veganer, Moslems und Ossis. Warum? Na das steht so im WSSV, dem Wurstsemmelstaatsvertrag. Dieser wurde unterzeichnet vom Wurstlieferanten, dem Semmellieferanten und mir! Wie bescheuert ist das denn?

Ich finde, es wäre wünschenswert, wenn der Staat ein minimales Kultur- und Bildungsprogramm finanziert – so wie es gesetzlich vorgesehen ist und sich daran hält! ARTE zeigt, dass da auch mit vergleichsweise wenig Geld sehr viele, gute Inhalte produziert werden können. Das kostet dann vielleicht 1 bis 2 Milliarden. Die sollten aus Steuereinnahmen finanziert werden. Damit ist einerseits die leidige GEZ überflüssig und andererseits ist es fairer als die Abgabe pro Haushalt. Wer viel Steuern zahlt, zahlt also anteilig auch etwas mehr für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und wer nur ein niedriges Einkommen hat und dadurch wenig oder keine Steuern bezahlt wäre automatisch von dieser Abgabe befreit.
Ergänzt werden könnte das durch crowdfunding-ähnliche Spendenkampagnen für Sendungen oder Formate die über das Basisprogramm hinausgehen und trotzdem ‚public domain‘, ein gemeinfreies Gut sein sollen.

Easy. Zack, fertich.

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