Bastelprojekt: Fujitsu Futro S900 mit 2,5″ HDD

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Der Futro gehört zur Kategorie der ThinClients. Auf eBay gibt es zur Zeit diverse Modelle ziemlich günstig. Ich habe den S900 genommen, weil er im Gegensatz zum S700 auch einen normalen SATA-Anschluss hat. Es ist natürlich auch möglich den mSATA-Anschluss zu nutzen. Mir war ein normales 2,5″ Laufwerk aber lieber, weil ich das später universeller weiterverwenden kann.
Ich will den Futro erstmal als Testrechner zum Experimentieren mit Linux und BSD nehmen und später evtl. als NAS einrichten.

Das Kistchen läuft lüfterlos und mit SSD auch komplett geräuschlos. Sehr nett! Der verbaute AMD G-T44R Chip liegt laut Benchmark so auf dem Leistungsniveau eines Intel Atom N270. Das ist nicht der Renner, reicht aber für meine Zwecke bei einem schlanken Betriebssystem aus. FullHD gucken geht damit aber nicht.

Der Einbau eines 2,5″ Laufwerks ist eigentlich nicht vorgesehen, Platz ist da aber noch genug im oberen Drittel des Gehäuses und auf dem Board sind ein SATA und Stromanschluss vorhanden. Bei meinem Exemplar war da noch ein Metallschiene verbaut, welche wohl normalerweise einen Smartcard-Reader oder etwas in der Art adaptieren sollte. Die Schiene ist mit 2 Schrauben von hinten befestigt und kann entfernt werden. Danach lässt sich durch Erweiterung des Gehäuseblechs um 2 passende Bohrlöcher ein 2,5″ Laufwerk von oben ins Gehäuse hängen.

(Nachtrag: Das Lochraster des Gehäuses passt NICHT mit dem Lochabstand am Laufwerk überein. Also das 2. Loch ruhig gleich etwas großzüger bohren, oder ausfeilen. Aufpassen das keine losen Späne ins Gehäuse fallen.)

Das passende Stromkabel zu finden ist etwas kniffliger, es braucht nämlich einen Adapter von 4 Pin Molex (3,5″ FDD) Buchse auf die normale 15pol SATA Buchse die ans Laufwerk angeschlossen wird. Das scheint sehr unüblich zu sein. Wer das nicht selber zusammenknüppern will, kann wie ich so ein fertiges Y-Stromkabel nehmen. Da ist dann in der Mitte noch so eine normale Strombuchse mit dran, die nicht weiter genutzt wird. Die ist auf dem Foto schwarz abgeklebt.

Kosten (September 2016), alles inkl. Versand:
– Fujitsu Futro S900 mit 2GB RAM, 27 Euro
– 128GB SSD, 35 Euro
– Stromkabel, 6,60 Euro (Link: eBay)
Gesamt: 68,60 Euro

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___
Update, 24.01.2017
Leistungsaufnahme (Futro S900, 2x 2GB RAM, Toshiba SATA SSD)
Leerlauf: 13 bis 15 Watt
Last: 18 bis 20 Watt

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4 Antworten zu Bastelprojekt: Fujitsu Futro S900 mit 2,5″ HDD

  1. Heinrich Rode schreibt:

    Moin Martin,

    danke für die Anleitung. Ich besitze auch einen Futro S900 und werde in diesen auch eine SSD einbauen, um ihn dann als Backup-Server zu nutzen. Auf Grund der WOL-Funktion bietet er sich dafür an.

    Kannst Du mir einen Bestell-Link für das Stromkabel geben ? Ich finde im Netz leider keine Kabel mit kleinem Floppy-Anschluß.
    Gruß Heiner

  2. Pingback: Log 2017-01-28, Systemwechsel | Martin in Berlin

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