ArtThoughtz / Hennessy Youngman: „Beuys-Z“

Zwischen 2010 und 2012 hat Jayson Musson unter der Pseudo-Identität des Hennessy Youngman „Gedanken zur Kunst“ als Videomonologe auf Youtube veröffentlicht.

Das ist ein Umgang mit Kunst der mir gefällt. „You know what I’m sayin‘!?“ Kunst kann wohl auch von einer Kunstfigur besser erklärt werden. Das muss so eine Art konter-intuitive Inverslogik sein. Willkommen bei der Wahrheit.

Hennessy Youngman ist jedenfalls eine ziemlich witzige Type. In dem oben eingebetteten Video spricht er darüber wie wichtig es ist, aus dem eigenen Lebenslauf eine Art mystische Saga zu erschaffen – die Menschen lieben nun mal Geschichten – und beschreibt das am Beispiel von Joseph Beuys und Jay-Z. Klare Sache!

Die ArtThoughtz von Hennessy Youngman auf Youtube – ein Licht am dunklen Himmel der in weiten Teilen unaushaltbar langweiligen und spassbefreiten Kunstwelt.

So… ich geh mir jetzt mal ein paar schöne konzeptionelle Arbeiten anschauen.

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Linksammlung: Kunst in Berlin – Ausstellungen / Events

http://berlinartgrid.com/

http://www.indexberlin.de/

http://www.artconnectberlin.com/events

http://www.art-in-berlin.de/

http://www.artberlin.de

http://www.artiberlin.de/magazin/arts

http://www.amuse-berlin.com/

http://www.berlinartlink.com/

http://artnews.org/cityexhibitions.php?city=Berlin

http://www.kunstberlin.info/kunstkalender/

Berliner Fickeisen

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Screenshot: frankfickeisen.tumblr.com

Einer der interessantesten Fotoblogs aus Berlin auf Tumblr: Frank Fickeisen. Fickeisen taucht ab und auf und hält volle Lotte drauf auf die ungeschminkte Berliner Realität… auf die Tauben, die Katzen, die Hinterhöfe, den Müll, die Versackten, die Bullen, die Obdachlosen, die Dreckecken, Kellerlöcher und Skurrilitäten. Das sieht nicht mehr aus wie Street-Photography, das ist schon Outlaw-Photography. Extremst unterhaltsam und erstaunlich bezaubernd!

Post vom Chefunterhändler!

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www.politicalbeauty.de

Die Postkarte mit der schönen Jean-Monnet-Brücke ziert jetzt erstmal meinen Kühlschrank – als Erinnerung daran, das viele ‚Annehmlichkeiten‘ der Gegenwart oftmals aus den Utopien von wenigen mutigen ‚Verrückten‘ entstanden sind!
Gerne hätte ich mich mit dem Betrag für den 1kg Brückenstein beteiligt. Umso mehr freue ich mich, dass die Crowdfunding-Kampagne des ZPS ihren Zielbetrag erreicht und überschritten hat.

Die andere Postkarte mit dem Bild der Rettungsplattform „Aylan 1“ werde ich noch einer besonderen Verwendung zuführen.

Ich liebe blaue Pferde!

Vor 4 Jahren habe ich mir ein paar billige kleine Leinwände, Acrylfarbe und Pinsel gekauft. Das gab es im Supermarkt im Angebot. Ich wollte ausprobieren meine visuellen Wahrnehmungen, die ich beim Hören von Musik hatte, aufzumalen.
Das Unterfangen war rückblickend recht… ähm… ambitioniert! Musik hat nun mal ein zeitliche Dimension und so war meine Wahrnehmung von ihr eher ein bunter 3D-Animationsfilm als ein statisches 2D-Gemälde. Der Schwierigkeit wurde ich mir erst bewusst, als ich es ausprobierte.
Mit dem Ergebnis war ich dann auch direkt überhaupt nicht zufrieden. Ok, das lag ein kleines Stück weit auch am Material. Die Leinwände waren völlig ok für ein paar erste Versuche, aber die Pinsel waren katastrophal und die Farbe auch nicht so toll.

Ein Bild habe ich mir trotzdem eine Weile in der Wohnung hingestellt, um die Reaktionen der Leute, die es sehen, zu beobachten. Das war sehr spannend. Eine befreundete Malerin, meinte z.B. „Krass, voll aus dem Moment! Das könnte ich nicht.“. Ihre kleine Tochter sah in dem Bild eindeutig eine Palme an einem Strand. Jemand anderes sah einen Vulkan. Ich konnte da nicht widersprechen.
Und so war das immer recht ähnlich… jeder sah irgendwie ein bißchen etwas anderes darin. Die Eine konnte etwas damit anfangen – der Andere eher weniger. Wirkliche „Kritik“ gab es nie.
Das wäre auch nicht weiter schlimm gewesen. Es war mir sogar völlig egal, denn bei dem Bild das ich da gezeigt habe, habe ich einfach aus jeder Tube einen fetten Klecks Farbe auf die Leinwand gemacht und mit einem Rahmenkeil als Spachtel drüber gezogen, um zu sehen, wie die Farbe sich verhält und wirkt. Es war mein „Schmierbild“. Kein Ziel, kein Anspruch, nichts was es darstellen sollte. Das habe ich meinen „Probanden“ dann auch hinterher immer so erzählt und dann war das Entsetzen oft erst richtig groß. „Nein! Das hast Du doch nicht einfach nur hingeschmiert!?!?!“. – Doch.
So ein Experiment geht auch sehr gut im Internet. Ich komme da gleich noch zu. Weiterlesen